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Tomaten einkochen: 5 Methoden für den Vorrat

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Illustrative Darstellung verschiedener Methoden zum Tomaten einkochen mit Gläsern, Tomatensauce und frischen Zutaten in sanften Pastelltönen

Inhaltsverzeichnis

5
(1)

Tomaten einkochen ermöglicht es, die Ernte des Sommers das ganze Jahr über zu genießen und dabei bis zu 60% CO2 gegenüber Dosentomaten einzusparen. Die Tomatensaison von Juni bis Oktober liefert in Deutschland aromatische Früchte, die sich mit einfachen Methoden haltbar machen lassen. Ob als fertige Tomatensoße, passierte Tomaten oder ganze Früchte im Glas – selbst eingekochte Tomaten übertreffen geschmacklich jede Konserve aus dem Supermarkt.

Mehrere Einmachgläser mit leuchtend roter Tomatensoße auf einem hellen Holztisch, daneben frische Tomaten und ein Bund Basilikum im natürlichen Tageslicht.

Gleichzeitig vermeiden Hobbyköche damit Bisphenol A (BPA), das in vielen Dosentomaten nachgewiesen wurde. Dieser Ratgeber zeigt fünf bewährte Methoden, um Tomaten haltbar zu machen: vom klassischen Wasserbad über das Einkochen im Backofen bis zur zeitsparenden Variante mit der Flotten Lotte. Jede Methode wird Schritt für Schritt erklärt, sodass auch Anfänger erfolgreich ihren ersten Tomatenvorrat anlegen können.

TL;DR – Das Wichtigste in Kürze

  • Tomaten einkochen spart bis zu 60% CO2 im Vergleich zu Dosentomaten und vermeidet BPA-Belastung
  • Fünf Methoden stehen zur Wahl: Wasserbad (30 Min.), Backofen (60 Min.), Einkochautomat, ohne Vorkochen oder Heißabfüllung
  • Eingekochte Tomaten halten sich bei korrekter Lagerung 6-12 Monate
  • Fleischtomaten wie San Marzano oder Roma eignen sich besonders gut zum Einkochen
  • Sterile Gläser und ein intaktes Vakuum sind entscheidend für die Haltbarkeit

Warum Tomaten einkochen? Vorteile für Umwelt und Gesundheit

Selbst eingekochte Tomaten aus regionaler Ernte verursachen deutlich weniger Treibhausgasemissionen als importierte Dosenware. Laut Berechnungen des Umweltbundesamtes entstehen bei der Produktion und dem Transport von Dosentomaten aus Italien oder China erhebliche CO2-Mengen. Regionale Tomaten, die in der Saison eingekocht werden, benötigen weder lange Transportwege noch energieintensive industrielle Verarbeitung.

CO2-EINSPARUNG PRO JAHR

bis zu 60%

gegenüber importierten Dosentomaten

Die Vermeidung von Bisphenol A (BPA) stellt einen weiteren Vorteil dar. Tests von Öko-Test zeigen, dass viele Dosentomaten die als unbedenklich geltende Tagesdosis an BPA überschreiten. Dieses hormonell wirksame Chemikalie aus der Innenbeschichtung von Konservendosen steht im Verdacht, gesundheitliche Probleme zu verursachen. Glaskonserven sind von dieser Problematik nicht betroffen.

Geschmacklich übertreffen selbst eingekochte Tomaten industrielle Produkte deutlich. Der Grund liegt in der Verwendung vollreifer Früchte, die erst nach der Ernte verarbeitet werden. Industrielle Tomaten werden häufig unreif geerntet, um den Transport zu überstehen. Das Tomaten einkochen wie Oma ermöglicht zudem die individuelle Würzung nach persönlichem Geschmack – von der schlichten Basis bis zur fertigen italienischen Tomatensoße.

Welche Tomatensorten eignen sich zum Einkochen?

Fleischtomaten mit wenig Kernen und festem Fruchtfleisch liefern die besten Ergebnisse beim Tomaten einkochen. Die italienische Sorte San Marzano gilt als Goldstandard für Tomatensauce einkochen und wird selbst von Spitzenköchen bevorzugt. Diese länglichen Tomaten haben einen intensiv süß-fruchtigen Geschmack und wenig Säure.

🍅 Beste Tomatensorten zum Einkochen

🇮🇹

San Marzano

Top-Empfehlung

Wenig Kerne, süß-fruchtig

🍅

Roma

Klassiker

Fleischig, wenig Saft

🌻

Ochsenherz

Aromatisch

Groß, vollmundig

🍒

Cocktailtomaten

Für Chutneys

Im Ganzen einlegen

Roma-Tomaten bieten eine preisgünstigere Alternative mit ähnlichen Eigenschaften. Diese Sorte hat eine dickere Schale und weniger Flüssigkeit, was sie ideal für passierte Tomaten macht. Auch Ochsenherz-Tomaten eignen sich aufgrund ihres vollmundigen Aromas hervorragend zum Einkochen.

Cocktailtomaten oder Kirschtomaten empfehlen sich für ganze Tomaten einkochen oder die Herstellung von Chutneys. Ihre süße Note und kompakte Größe machen sie zu einer interessanten Variante. Grundsätzlich gilt: Vollreife, unbeschädigte Tomaten aus der Hauptsaison (Juli bis September) liefern das beste Aroma.

Nahaufnahme von reifen San-Marzano-Tomaten in einer Holzkiste, daneben ein Passiergerät (Flotte Lotte) auf einem Holztisch bei warmer Lichtstimmung.

Tomaten einkochen: Diese Utensilien werden benötigt

Die Grundausstattung zum Tomaten haltbar machen besteht aus wenigen, meist bereits vorhandenen Küchenutensilien. Einmachgläser mit dicht schließenden Deckeln bilden die Basis. Alte Schraubgläser von Marmeladen oder Soßen lassen sich problemlos wiederverwenden, sofern der Deckel unbeschädigt ist. Diese nachhaltige Lösung reduziert Kosten und Verpackungsmüll.

Utensil Zweck Alternative
Einmachgläser Aufbewahrung Alte Schraubgläser
Großer Kochtopf Wasserbad Einkochautomat
Einfülltrichter Sauberes Abfüllen Schöpfkelle
Passiergerät Tomaten passieren Pürierstab + Sieb
Küchentuch Glasränder reinigen Küchenpapier

Ein Passiergerät wie die Flotte Lotte vereinfacht das Tomaten einkochen erheblich. Dieses klassische Küchengerät trennt Schalen und Kerne vom Fruchtfleisch und erzeugt eine gleichmäßige Konsistenz. Alternativ funktioniert ein Pürierstab kombiniert mit einem feinen Sieb. Wer regelmäßig größere Mengen verarbeitet, profitiert von einem Einkochautomaten mit automatischer Temperaturregelung.

Die 5 Methoden zum Tomaten einkochen im Überblick

Für das Tomaten haltbar machen im Glas stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, die sich in Aufwand, Energieverbrauch und Ergebnis unterscheiden. Die Wahl der richtigen Methode hängt von der verfügbaren Ausrüstung, der Menge an Tomaten und den persönlichen Präferenzen ab.

🔄 Die 5 Einkochmethoden auf einen Blick

1

Wasserbad

30 Min. bei 90°C

2

Backofen

60 Min. bei 150°C

3

Einkochautomat

30 Min. automatisch

4

Ohne Vorkochen

Mit Flotter Lotte

5

Heißabfüllung

Schnellste Methode

Methode 1: Tomaten einkochen im Wasserbad (Klassisch)

Das Wasserbad gilt als bewährteste Methode zum Tomaten einwecken und entspricht dem traditionellen Vorgehen wie Oma. Dabei werden die gefüllten Gläser in einen großen Topf gestellt und mit Wasser bedeckt. Die Einkochtemperatur von 90°C über 30 Minuten gewährleistet eine sichere Konservierung.

Schritt-für-Schritt: Tomaten einkochen im Wasserbad

  1. Tomaten waschen, Strunk entfernen und zerkleinern
  2. Mit Zwiebeln und Knoblauch 25-30 Minuten köcheln lassen
  3. Gläser und Deckel 10 Minuten in kochendem Wasser sterilisieren
  4. Heiße Tomatenmasse in Gläser füllen (1-2 cm Rand lassen)
  5. Glasrand sauber wischen und Deckel fest verschließen
  6. Gläser in großen Topf stellen, mit Wasser bedecken
  7. 30 Minuten bei 90°C einkochen
  8. Gläser herausnehmen, abkühlen lassen, Vakuum prüfen

Methode 2: Tomaten einkochen im Backofen

Das Einkochen im Backofen bietet eine praktische Alternative für größere Mengen. Die Gläser werden in die Fettpfanne gestellt und mit Wasser umgeben. Bei 150°C Umluft beträgt die Einkochzeit etwa 60 Minuten. Nach Erreichen der Temperatur wird auf 100°C reduziert.

Diese Methode eignet sich besonders gut, wenn viele Gläser gleichzeitig eingekocht werden sollen. Der Energieverbrauch fällt dabei höher aus als beim Wasserbad, weshalb sich die Methode vor allem für größere Chargen lohnt. Die Gläser dürfen sich im Backofen nicht berühren, um gleichmäßige Hitzeverteilung zu gewährleisten.

Methode 3: Tomaten einkochen im Einkochautomaten

Ein Einkochautomat vereinfacht den Prozess durch automatische Temperaturregelung. Das Gerät hält die eingestellte Temperatur konstant und schaltet sich nach der programmierten Zeit ab. Diese Methode erfordert weniger Aufmerksamkeit und eignet sich für regelmäßiges Einkochen größerer Mengen.

Die Anschaffungskosten für einen Einkochautomaten amortisieren sich bei häufiger Nutzung schnell. Moderne Geräte verbrauchen weniger Energie als ein dauerhaft laufender Herd. Für gelegentliches Tomaten einkochen reicht jedoch ein großer Kochtopf vollkommen aus.

Methode 4: Tomaten einkochen ohne Vorkochen (Flotte Lotte)

Die zeitsparendste Variante verzichtet auf das Vorkochen der Tomaten. Rohe, gewaschene Tomaten werden direkt mit der Flotten Lotte passiert. Das Passiergerät trennt dabei Schalen und Kerne automatisch vom Fruchtfleisch. Die gewonnene Masse wird anschließend eingekocht oder kurz aufgekocht und heiß abgefüllt.

Diese Methode erhält mehr Nährstoffe, da die Tomaten nicht doppelt erhitzt werden. Die Konsistenz fällt etwas flüssiger aus als bei vorgekochter Tomatensauce. Für eine dickere Konsistenz lässt sich die passierte Masse auf etwa 60% der ursprünglichen Flüssigkeit einreduzieren, bevor sie in Gläser gefüllt wird.

Methode 5: Heißabfüllung (Schnellste Variante)

Die Heißabfüllung stellt die schnellste Methode dar, um Tomatensauce haltbar zu machen. Dabei wird die kochend heiße Sauce direkt in sterile Gläser gefüllt und sofort verschlossen. Das entstehende Vakuum konserviert den Inhalt für mehrere Monate.

⚠️

Wichtiger Hinweis zur Heißabfüllung

Die Heißabfüllung ohne anschließendes Einkochen ist weniger sicher als das klassische Einkochen im Wasserbad. Für maximale Haltbarkeit und Sicherheit sollte auch heiß abgefüllte Tomatensauce zusätzlich 30 Minuten bei 90°C eingekocht werden.

Tomatensoße einkochen: Das italienische Rezept

Tomaten einkochen italienisch bedeutet, die Aromen der mediterranen Küche einzufangen. Die klassische italienische Tomatensoße enthält neben Tomaten auch Olivenöl, Knoblauch und frische Kräuter wie Basilikum, Oregano und Thymian. Diese gewürzte Variante lässt sich direkt als Pastasauce verwenden.

Zutat Menge (für 2 kg Tomaten) Funktion
Reife Tomaten 2 kg Basis
Olivenöl 3 EL Geschmacksträger
Knoblauch 3-4 Zehen Aroma
Zwiebel 1 mittelgroße Geschmackstiefe
Frischer Basilikum 1 Bund Mediterranes Aroma
Salz 1-2 TL Würze
Zucker 1 TL Säureausgleich

Ein authentischer italienischer Sugo benötigt Zeit. Die Sauce sollte mindestens eine Stunde bei niedriger Hitze köcheln, um ihr volles Aroma zu entwickeln. Traditionelle italienische Rezepte sehen sogar Garzeiten von bis zu sieben Stunden vor. Während des Kochens wird regelmäßig umgerührt und bei Bedarf etwas Wasser oder Weißwein nachgegeben.

Die fertige Tomatensoße lässt sich nach dem Einkochen vielfältig verwenden. Wer den Artikel über veganes Meal Prep kennt, weiß, dass eingekochte Tomatensoße die perfekte Basis für schnelle Mahlzeiten unter der Woche bildet.

Italienische Küchenszene mit Tomatensoße im Topf, frischem Basilikum, Knoblauch und Olivenöl auf einer Terrakotta-Arbeitsfläche, warmes mediterranes Licht.

Ganze Tomaten einkochen: So funktioniert es

Ganze Tomaten einkochen bewahrt die Flexibilität für spätere Verwendung. Die Tomaten werden gewaschen, mehrfach mit einer Gabel eingestochen und in sterile Gläser geschichtet. Eine Mischung aus 800 ml Wasser, 2 EL Salz und 2 EL Zucker dient als Aufguss.

Die Einkochzeit für ganze Tomaten beträgt 30 Minuten bei 90°C im Wasserbad. Das Einstechen der Schale verhindert, dass die Tomaten während des Einkochens aufplatzen. Alternativ können die Tomaten vorher gehäutet werden, was jedoch mehr Arbeitsaufwand bedeutet.

Ganze eingekochte Tomaten eignen sich ideal für Rezepte, die stückige Tomaten erfordern. Sie lassen sich später zu Polpa (stückige Tomaten), Sugo oder Suppe weiterverarbeiten. Diese Methode bewahrt das Maximum an Geschmack und Textur.

Tomaten einkochen in Schraubgläsern: Tipps für sicheres Gelingen

Tomaten einkochen in Schraubgläsern funktioniert genauso gut wie in Weckgläsern. Wichtig ist, dass der Deckel keine Beschädigungen aufweist und der Gummiring intakt ist. Alte Marmeladengläser oder Gurkengläser eignen sich hervorragend und reduzieren Abfall und Kosten.

💡 Tipps für sicheres Tomaten einkochen

🧼

Gläser sterilisieren

Gläser und Deckel 10 Minuten in kochendem Wasser auskochen. Dies eliminiert Bakterien und verlängert die Haltbarkeit.

📏

Rand freilassen

Etwa 1-2 cm Abstand zum Deckel lassen. Dieser Kopfraum ermöglicht die Bildung eines Vakuums beim Abkühlen.

Glasrand sauber wischen

Vor dem Verschließen den Glasrand mit einem sauberen Tuch abwischen. Reste verhindern ein dichtes Verschließen.

🔍

Vakuum prüfen

Nach dem Abkühlen sollte sich der Deckel leicht nach innen wölben. Ein deutliches Klicken beim Öffnen bestätigt das intakte Vakuum.

Beim Einkochen in Schraubgläsern ist die Zugabe von Zitronensaft oder Essig empfehlenswert. Der niedrige pH-Wert verbessert die Konservierung und verhindert das Wachstum von Bakterien. Etwa 1 EL Zitronensaft pro 500 ml Glas genügt, ohne den Geschmack merklich zu verändern.

Haltbarkeit: Wie lange halten eingekochte Tomaten?

Korrekt eingekochte Tomaten halten sich bei optimaler Lagerung zwischen 6 und 12 Monaten. Entscheidende Faktoren sind sterile Gläser, ein intaktes Vakuum und die richtige Lagertemperatur. Der ideale Aufbewahrungsort ist kühl (10-15°C), dunkel und trocken – etwa ein Keller oder eine Speisekammer.

So verlängern Sie die Haltbarkeit

  • Gläser gründlich sterilisieren
  • Kühl und dunkel lagern
  • Zitronensaft hinzufügen (pH-Wert)
  • Gläser beschriften mit Datum

⚠️ Das verkürzt die Haltbarkeit

  • Lagerung bei Raumtemperatur
  • Direkte Sonneneinstrahlung
  • Beschädigte Deckel verwenden
  • Unzureichende Sterilisation

Nach dem Öffnen gehören eingekochte Tomaten in den Kühlschrank und sollten innerhalb einer Woche verbraucht werden. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt, geöffnete Gläser stets abgedeckt zu lagern. Das Beschriften der Gläser mit dem Einkochdatum erleichtert die Übersicht im Vorratsschrank.

Tomaten einkochen einfach: Die schnellste Methode für Anfänger

Für den Einstieg eignet sich die Kombination aus Flotter Lotte und Heißabfüllung mit anschließendem Einkochen. Diese Methode erfordert kein Häuten der Tomaten und liefert trotzdem ein sämiges Ergebnis. Die gesamte Verarbeitungszeit beträgt etwa 2 Stunden für 3-4 Kilogramm Tomaten.

Die Vorgehensweise in Kurzform: Tomaten waschen, vierteln und mit der Flotten Lotte passieren. Die gewonnene Masse in einem großen Topf auf etwa 60% einkochen lassen. In sterile Gläser füllen und 30 Minuten im Wasserbad einkochen. Diese Methode vereint Einfachheit mit sicherer Konservierung.

Wer sich für saisonales und regionales Essen interessiert, findet im Tomaten einkochen die perfekte Möglichkeit, den Sommer zu konservieren. Die Methode eignet sich auch hervorragend für Tomaten aus dem eigenen Garten oder vom Wochenmarkt.

Nachhaltiger Vorrat: Tomaten konservieren und Ressourcen schonen

Selbst eingekochte Tomaten leisten einen messbaren Beitrag zum Umweltschutz. Die Verwendung wiederverwendbarer Gläser eliminiert den Verpackungsmüll von Dosen und Tetrapaks. Regionale Tomaten aus der Saison vermeiden lange Transportwege und damit verbundene Emissionen.

60%

weniger CO2

0

BPA-Belastung

12

Monate haltbar

Gläser nutzbar

Die Tomatenschale, die beim Passieren übrig bleibt, muss nicht weggeworfen werden. Das darin enthaltene Lycopin – verantwortlich für die rote Farbe – ist ein wertvoller sekundärer Pflanzenstoff mit antioxidativer Wirkung. Die Schalen lassen sich trocknen und zu Tomatenpulver verarbeiten oder als Würze für Suppen verwenden.

Weitere Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung zeigen, wie überschüssige Ernten sinnvoll verarbeitet werden können. Das Einkochen von Tomaten ist nur eine von vielen Methoden, um Lebensmittel haltbar zu machen und saisonal zu wirtschaften.

Passierte Tomaten einkochen: Feine Konsistenz für Suppen und Soßen

Passierte Tomaten bilden die Basis für feine Tomatensuppen und sämige Soßen. Die Tomaten werden nach dem Kochen durch ein Passiergerät oder feines Sieb gestrichen, was Kerne und Schalenstücke entfernt. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige, samtige Konsistenz.

Die italienische Passata entsteht durch Passieren roher oder kurz blanchierter Tomaten. Diese Variante bewahrt ein Maximum an frischem Geschmack. Die Einkochzeit beträgt 30 Minuten bei 90°C. Für eine dickere Konsistenz kann die Passata vor dem Abfüllen einreduziert werden.

Im Unterschied zur Polpa (stückige Tomaten) eignen sich passierte Tomaten besonders für Pizzasoßen und Cremesuppen. Sie lassen sich vielseitig würzen und dienen als neutrale Basis. Wer den Artikel über klimafreundliche Ernährung gelesen hat, weiß um den positiven Effekt regionaler Lebensmittelverarbeitung.

Fazit: Tomaten einkochen lohnt sich mehrfach

Tomaten einkochen verbindet Geschmack, Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit von industriellen Produkten. Die fünf vorgestellten Methoden – vom klassischen Wasserbad über den Backofen bis zur zeitsparenden Flotten-Lotte-Variante – ermöglichen jedem Haushalt, einen Vorrat anzulegen. Die CO2-Einsparung von bis zu 60% gegenüber Dosentomaten und die Vermeidung von BPA sind handfeste Vorteile für Umwelt und Gesundheit.

Der Einstieg gelingt mit minimalem Equipment: Ein großer Topf, wiederverwendete Schraubgläser und reife Tomaten aus regionaler Ernte genügen. Wer einmal den Geschmacksunterschied zwischen selbst eingekochten und industriellen Tomaten erlebt hat, wird die Methode regelmäßig anwenden. Die Investition von etwa zwei Stunden Arbeitszeit liefert einen Vorrat, der das ganze Jahr über verfügbar ist.

FAQ

Wie lange muss man Tomaten einkochen?
Die Einkochzeit hängt von der gewählten Methode ab. Im Wasserbad benötigen Tomaten 30 Minuten bei 90°C. Im Backofen dauert der Prozess etwa 60 Minuten bei 150°C. Nach dem Erreichen der Temperatur sollte die Hitze auf 100°C reduziert werden. Ganze Tomaten brauchen tendenziell etwas länger als passierte Tomatensoße. Die Einhaltung der korrekten Temperatur und Zeit ist entscheidend für die Haltbarkeit.
Kann man rohe Tomaten einkochen?
Rohe Tomaten lassen sich direkt einkochen, ohne sie vorher zu erhitzen. Diese Methode spart Zeit und erhält mehr Nährstoffe. Die rohen Tomaten werden gewaschen, zerkleinert und mit der Flotten Lotte passiert. Anschließend wird die Masse direkt in sterile Gläser gefüllt und im Wasserbad oder Backofen eingekocht. Die Einkochzeit bleibt identisch bei 30 Minuten.
Welche Gläser eignen sich zum Tomaten einkochen?
Zum Tomaten einkochen eignen sich Weckgläser, Spannbügelgläser und Schraubgläser gleichermaßen. Schraubgläser von Marmeladen oder Soßen können wiederverwendet werden, sofern der Deckel unbeschädigt ist. Die Größe der Gläser sollte dem geplanten Verbrauch entsprechen – einmal geöffnet, halten sich eingekochte Tomaten nur etwa eine Woche im Kühlschrank.
Wie lange sind eingekochte Tomaten haltbar?
Korrekt eingekochte Tomaten halten sich bei kühler, dunkler Lagerung zwischen 6 und 12 Monaten. Entscheidend für die Haltbarkeit sind sterile Gläser, ein intaktes Vakuum und die richtige Einkochtemperatur. Nach dem Öffnen sollten die Tomaten im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb einer Woche verbraucht werden. Das Beschriften der Gläser mit dem Einkochdatum erleichtert die Übersicht.
Muss man Tomaten vor dem Einkochen schälen?
Das Schälen von Tomaten vor dem Einkochen ist optional und Geschmackssache. Die Schale enthält Lycopin, einen wertvollen sekundären Pflanzenstoff mit antioxidativer Wirkung. Beim Pürieren werden Schalenstücke ohnehin zerkleinert. Für feine Suppen oder Soßen kann das Schälen jedoch sinnvoll sein. Das Häuten gelingt einfach durch kurzes Blanchieren und Abschrecken in Eiswasser.
Welche Tomatensorten eignen sich am besten zum Einkochen?
Fleischtomaten wie San Marzano oder Roma eignen sich besonders gut zum Einkochen. Diese Sorten haben weniger Kerne, dickeres Fruchtfleisch und einen intensiveren Geschmack. Auch reife Gartentomaten lassen sich hervorragend verarbeiten. Cocktailtomaten eignen sich für Chutneys oder zum Einlegen im Ganzen. Grundsätzlich sollten nur vollreife, unbeschädigte Tomaten verwendet werden.
Ist Tomaten einkochen nachhaltiger als Dosentomaten?
Selbst eingekochte Tomaten aus regionaler Ernte verursachen bis zu 60% weniger CO2-Emissionen als importierte Dosentomaten. Zusätzlich entfällt die Belastung durch BPA (Bisphenol A), das in vielen Dosenkonserven nachgewiesen wurde. Wiederverwendbare Gläser reduzieren zudem den Verpackungsmüll erheblich. Der Zeitaufwand von etwa zwei Stunden pro Charge lohnt sich sowohl ökologisch als auch geschmacklich.

Quellenverzeichnis

Offizielle Quellen und Verbraucherschutz

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) – Informationen zur Haltbarkeit eingekochter Lebensmittel

https://www.bzfe.de/

Öko-Test – Test zu Dosentomaten und BPA-Belastung

https://www.oekotest.de/

Fachquellen und Ratgeber

Löffelgenuss – Rezept für eingekochte Tomaten

https://loeffelgenuss.de/tomaten-einkochen/

Koch-Mit – Tomaten einkochen wie Oma

https://www.koch-mit.de/kueche/tomaten-einkochen/

Wurzelwerk – 5 Rezepte zum Tomaten einkochen

https://www.wurzelwerk.net/

Alnatura – Ratgeber Tomaten haltbar machen

https://www.alnatura.de/

Nachhaltigkeit und Umwelt

Umweltbundesamt – Informationen zu CO2-Emissionen bei Lebensmitteltransporten

https://www.umweltbundesamt.de/

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