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Upcycling Kleidung: 8 Kreative Ideen und Anleitungen für nachhaltiges DIY-Fashion

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Sanft beleuchtete DIY-Szene mit pastellfarbener Kleidung und Nähutensilien, die Upcycling Kleidung symbolisiert – darunter eine helle Strickbluse, eine Jeansjacke, rosa Shorts mit mintgrünem Patch sowie Schere, Garn und Nadel, arrangiert auf hellem Stoff.

Inhaltsverzeichnis

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Upcycling Kleidung spart pro verwandeltem Kleidungsstück durchschnittlich 11-33 kg CO2-Emissionen ein. Alte T-Shirts, ausgediente Jeans und löchrige Pullover landen viel zu oft im Müll, obwohl sie das Potenzial für einzigartige neue Lieblingsstücke besitzen. Die Textilindustrie verursacht laut Europäischer Umweltagentur (2023) etwa 10 % der weltweiten Treibhausgasemissionen – jedes aufgewertete Kleidungsstück leistet daher einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz.

TL;DR – Das Wichtigste in Kürze

Upcycling Kleidung spart pro Kleidungsstück 11-33 kg CO2 gegenüber Neuproduktion

✓ 8 DIY-Ideen für alle Schwierigkeitsgrade – von 15 Minuten bis 2 Stunden Zeitaufwand

✓ Jeans-Upcycling zu Taschen, Röcken und Mäppchen besonders langlebig

✓ T-Shirt zu Einkaufsbeutel funktioniert komplett ohne Nähmaschine

✓ Visible Mending und Sashiko-Technik machen Reparaturen zum Design-Element

CO2-EINSPARUNG PRO JEANS-UPCYCLING

33 kg CO2

Vermiedene Emissionen durch Wiederverwertung statt Neukauf

Was ist Upcycling Kleidung? Definition und Unterschied zu Recycling

Upcycling Kleidung bezeichnet das kreative Aufwerten alter oder beschädigter Textilien zu Produkten mit höherem Nutzwert. Der Begriff setzt sich aus „up“ (aufwerten) und „cycling“ (wiederverwerten) zusammen. Im Gegensatz zum klassischen Recycling, bei dem Materialien zerkleinert und zu Rohstoffen verarbeitet werden, bleibt beim Upcycling die ursprüngliche Stoffstruktur erhalten.

Refashion bildet eine Unterkategorie des Kleidungs-Upcyclings. Bei Refashion-Projekten entsteht aus einem alten Kleidungsstück ein neues Kleidungsstück – beispielsweise verwandelt sich eine Jeans in einen Rock. Upcycling schließt zusätzlich die Transformation in Nicht-Kleidung ein, etwa Taschen, Kissen oder Kosmetikpads aus Textilresten.

📖

Definition: Upcycling vs. Downcycling

Beim Upcycling steigt der Wert des Endprodukts gegenüber dem Ausgangsmaterial. Beim Downcycling (z.B. T-Shirt zu Putzlappen) sinkt der Wert. Beide Methoden verlängern die Nutzungsdauer von Textilien und reduzieren Müll.

Warum Upcycling Kleidung? 5 Vorteile für Umwelt und Geldbeutel

Die Textilindustrie zählt zu den umweltschädlichsten Branchen weltweit. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes (2023) kaufen Verbraucher in Deutschland durchschnittlich 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr – und tragen jedes Teil nur noch etwa halb so lange wie vor 15 Jahren. Upcycling durchbricht diesen Fast-Fashion-Kreislauf.

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CO2-REDUKTION

bis 33 kg

pro Jeans eingespart

💧

WASSERERSPARNIS

8.000 Liter

pro Jeans-Herstellung

💰

KOSTENERSPARNIS

100+ €

pro Jahr möglich

Die ökologische Bilanz spricht eindeutig für Upcycling. Ein konventionell produziertes Baumwoll-T-Shirt verursacht laut Umweltbundesamt etwa 11 kg CO2-Äquivalente und benötigt 2.700 Liter Wasser für den Anbau der Baumwolle. Bei einer Jeans summieren sich diese Werte auf 33 kg CO2 und 8.000 Liter Wasser. Jedes Upcycling-Projekt vermeidet diese Neuproduktion vollständig.

Der finanzielle Aspekt ergänzt die Umweltvorteile. Statt eine neue Tasche für 30-50 € zu kaufen, entsteht aus einer alten Jeans ein individuelles Einzelstück ohne zusätzliche Kosten. Wer regelmäßig upcycelt statt neu kauft, spart laut Verbraucherzentrale durchschnittlich 100-200 € pro Jahr.

Grundausstattung für Upcycling Kleidung: Materialien und Werkzeuge

Erfolgreiche Upcycling-Projekte beginnen mit der richtigen Ausrüstung. Die Grundausstattung kostet einmalig etwa 30-50 € und reicht für unzählige DIY-Ideen. Hochwertige Werkzeuge erleichtern die Arbeit erheblich und führen zu besseren Ergebnissen.

Werkzeug Verwendung Preis ca. Unverzichtbar?
Stoffschere Präzises Schneiden von Textilien 15-25 € ✅ Ja
Stecknadeln Fixieren von Stofflagen 3-5 € ✅ Ja
Maßband Exaktes Abmessen 2-4 € ✅ Ja
Schneiderkreide Markierungen auf Stoff 2-3 € ✅ Ja
Nähnadeln + Garn Handnähte 5-10 € Für Nähprojekte
Textilkleber Projekte ohne Nähen 5-8 € Optional
Nähmaschine Komplexe Projekte ab 80 € Für Fortgeschrittene

Welche Kleidungsstücke eignen sich für Upcycling?

Robuste Materialien wie Denim, feste Baumwolle und Wolle eignen sich besonders gut für Upcycling-Projekte. Jeansstoff behält auch nach Jahren intensiver Nutzung seine Stabilität und Struktur. T-Shirts aus 100 % Baumwolle lassen sich leicht verarbeiten und eignen sich für Anfänger-Projekte ohne Nähkenntnisse.

Synthetische Stoffe wie Polyester oder Viskose erfordern mehr Erfahrung. Diese Materialien fransen leicht aus und benötigen versäuberte Kanten. Mischgewebe aus Baumwolle und Elasthan (typisch für Stretch-Jeans) lassen sich mit einer Nähmaschine gut verarbeiten.

8 Upcycling Ideen für Kleidung: Von Anfänger bis Fortgeschritten

Die folgenden 8 Upcycling-Projekte decken verschiedene Schwierigkeitsgrade ab. Jede Anleitung enthält Zeitangaben und Hinweise zum benötigten Material. So findet sich für jedes Können-Level und jeden Zeitrahmen das passende DIY-Vorhaben.

🎯 Schwierigkeitsgrade im Überblick

Anfänger

Ohne Nähen, 15-30 Min.

⭐⭐

Leicht

Einfache Nähte, 30-60 Min.

⭐⭐⭐

Mittel

Nähmaschine, 1-2 Std.

⭐⭐⭐⭐

Fortgeschritten

Komplex, 2+ Stunden

1. T-Shirt zur Einkaufstasche upcyceln (ohne Nähen)

Eine Einkaufstasche aus einem alten T-Shirt entsteht in nur 10-15 Minuten komplett ohne Nähmaschine. Das Projekt eignet sich ideal für Upcycling-Einsteiger und zeigt, wie aus alt mach neu auch ohne Vorkenntnisse funktioniert. Das Ergebnis ist ein strapazierfähiger Beutel für den täglichen Einkauf.

💡

Anleitung: T-Shirt-Tasche

Schritt 1: Beide Ärmel entlang der Naht abschneiden. Schritt 2: Halsausschnitt zu größerer Öffnung erweitern (wird Taschenöffnung). Schritt 3: Unteren Saum in 2-3 cm breite Streifen schneiden. Schritt 4: Streifen fest verknoten, um den Boden zu verschließen. Fertig!

Dicke Baumwoll-T-Shirts tragen mehr Gewicht als dünne Jerseys. Bei bedruckten Shirts bleibt das Motiv sichtbar und macht die Tasche zum individuellen Statement-Piece. Wer die Tasche verstärken möchte, verknotet die Fransen doppelt oder dreifach.

2. Alte Jeans zu Tasche oder Mäppchen verwandeln

Jeans-Upcycling gehört zu den beliebtesten DIY-Ideen, weil Denim-Stoff extrem langlebig ist. Aus einer einzigen alten Jeans entstehen mehrere Projekte: Die Hosenbeine liefern Material für Taschen, die Gesäßtaschen werden zu Mini-Mäppchen und der Bund verwandelt sich in einen Gürtel.

Für ein Jeans-Mäppchen wird ein Hosenbein auf etwa 25 cm Länge zugeschnitten. Ein Reißverschluss (erhältlich ab 1 € im Kurzwarenhandel) wird per Hand oder Maschine eingenäht. Die bestehenden Nähte der Jeans können als Designelemente sichtbar bleiben. Zeitaufwand: etwa 45-60 Minuten mit Nähmaschine.

3. Alte Jeans zum Rock upcyceln

Ein Jeansrock aus einer alten Hose erfordert etwas mehr Geschick, lohnt sich aber als zeitloses Kleidungsstück. Die Länge des Rocks bestimmt jeder selbst – vom Mini- bis zum Maxirock ist alles möglich. Diese Refashion-Technik eignet sich besonders für Jeans, die an den Knien durchgescheuert sind.

Die Innennähte der Hosenbeine werden aufgetrennt und die Stofflagen neu zusammengenäht. Je nach gewünschter Weite kann ein keilförmiges Stoffstück aus dem übrigen Jeansmaterial eingesetzt werden. Der Zeitaufwand beträgt etwa 1,5-2 Stunden mit einer Nähmaschine.

Vorteile Jeans-Upcycling

  • Extrem langlebiges Material
  • Mehrere Projekte aus einer Jeans
  • Einzigartige Used-Optik
  • 33 kg CO2 eingespart

⚠️ Herausforderungen

  • Dicke Nähte schwer zu durchstechen
  • Nähmaschine oft erforderlich
  • Jeansnadel notwendig
  • Höherer Zeitaufwand

4. Pullover zu Kissen umfunktionieren

Ein Sofakissen aus einem alten Wollpullover vereint Nachhaltigkeit mit Gemütlichkeit. Besonders Strickpullover mit Löchern oder eingelaufene Kaschmir-Teile eignen sich hervorragend – die Beschädigungen verschwinden oft an der Kissenrückseite. Der Zeitaufwand liegt bei etwa 30-45 Minuten.

Der Pullover wird auf die gewünschte Kissengröße zugeschnitten, typischerweise 40×40 cm oder 50×50 cm. Die Ärmel und der Halsausschnitt werden abgetrennt. Die offenen Kanten werden zusammengenäht und das Kissen mit Füllmaterial (ca. 3-5 €) oder einem Inlett befüllt. Der Bündchensaum kann als dekoratives Element erhalten bleiben.

5. T-Shirt schneiden: Crop-Top und Fransen-Look

Das T-Shirt-Schneiden zählt zu den schnellsten Upcycling-Methoden ohne Nähkenntnisse. Ein übergroßes T-Shirt wird in nur 5-10 Minuten zum trendigen Crop-Top. Fransen am Saum oder an den Ärmeln verleihen dem alten Shirt einen modernen Boho-Look.

Jersey-Stoffe rollen sich an den Schnittkanten automatisch ein und müssen nicht versäubert werden. Für gleichmäßige Fransen wird der Stoff in etwa 1 cm breite Streifen geschnitten. Das T-Shirt leicht zu dehnen betont diesen Effekt zusätzlich. Diese Technik funktioniert auch bei langweiligen Shirts, die durch den neuen Schnitt zum individuellen Einzelstück werden.

6. Visible Mending: Kleidung reparieren als Design-Element

Visible Mending (sichtbares Flicken) kehrt das traditionelle Reparieren um: Statt Löcher zu verstecken, werden sie zum auffälligen Designelement. Diese aus Japan stammende Philosophie (Sashiko) macht Gebrauchsspuren zum Hingucker. Ein einzelner Flicken kostet praktisch nichts und dauert 15-30 Minuten.

Bei der Sashiko-Technik werden dekorative Stiche in kontrastfarbenem Garn über die beschädigte Stelle genäht. Traditionell kommen geometrische Muster zum Einsatz. Moderne Interpretationen verwenden bunte Fäden, Patches oder Stoffreste. Diese Form des Kleidung-Reparierens verlängert die Lebensdauer von Textilien erheblich und schafft gleichzeitig individuelle Unikate.

💡 Visible Mending: 4 Techniken

🪡

Sashiko-Stickerei

Geometrische Muster mit weißem Garn auf dunklem Stoff – traditionelle japanische Technik

🧩

Kontrastierender Patch

Bunter Stoffrest als bewusst sichtbarer Flicken aufgenäht

🌈

Bunte Zierstiche

Loch mit dekorativen Stichen in mehreren Farben übernähen

🔘

Aufbügel-Patches

Fertige Bügelbilder für schnelle Reparaturen ohne Nähen

7. Bluse zu Schal oder Tuch nähen

Seidenblusen oder leichte Baumwollhemden verwandeln sich mit wenigen Schnitten in elegante Schals. Diese Upcycling-Idee eignet sich besonders für Blusen mit schönem Muster, deren Passform nicht mehr gefällt. Der Zeitaufwand beträgt etwa 20-30 Minuten.

Die Bluse wird in lange Streifen von etwa 15-20 cm Breite geschnitten. Die Streifen werden anschließend zusammengenäht und die Kanten umgeschlagen oder mit einem Zickzackstich versäubert. Alternativ lässt sich der Rücken einer Bluse als Bandana oder Kopftuch verwenden – hier genügt ein einziger Schnitt und das Versäubern der Kanten.

8. Kosmetikpads und Abschminkpads aus Stoffresten

Wiederverwendbare Kosmetikpads aus Frottee-Handtüchern oder Jersey-T-Shirts ersetzen Einweg-Wattepads. Bei täglicher Nutzung von 2-3 Pads spart eine Person etwa 1.000 Einweg-Pads pro Jahr. Die selbstgemachten Pads sind waschbar und halten mehrere Jahre.

Für ein Pad werden zwei runde Stoffstücke mit etwa 8 cm Durchmesser ausgeschnitten. Die beiden Lagen werden rechts auf rechts zusammengenäht, dabei bleibt eine kleine Wendeöffnung. Nach dem Wenden wird die Öffnung zugenäht. Ein Set aus 10-15 Pads reicht für zwei Wochen und entsteht in etwa einer Stunde.

📊 CO2-Fußabdruck verschiedener Kleidungsstücke

👕 T-Shirt (Baumwolle)
11 kg CO2
👗 Kleid (Polyester)
17 kg CO2
🧥 Pullover (Wolle)
26 kg CO2
👖 Jeans (Denim)
33 kg CO2

Quelle: Umweltbundesamt (2023) – CO2-Äquivalente inkl. Produktion und Transport

Upcycling Kleidung: Techniken für Fortgeschrittene

Fortgeschrittene Upcycler erweitern ihr Repertoire durch komplexere Techniken. Batik-Färben, Patchwork und Dekonstruktivismus ermöglichen völlig neue Looks aus alten Kleidungsstücken. Diese Methoden erfordern mehr Zeit und Übung, liefern aber besonders individuelle Ergebnisse.

Batik und Einfärben: Neue Farben für alte Stoffe

Textilfarben verwandeln vergraute oder fleckige Kleidung in farbenfrohe Einzelstücke. Ein Paket Textilfarbe kostet etwa 3-5 € und reicht für 1-2 Kleidungsstücke. Die Shibori-Technik (japanisches Batik) erzeugt durch Abbinden, Falten oder Nähen einzigartige Muster.

Für Batik werden Stoffpartien mit Gummis abgebunden, bevor das Kleidungsstück ins Farbbad kommt. Die abgebundenen Stellen bleiben ungefärbt und ergeben charakteristische Muster. Der Zeitaufwand liegt bei etwa 1-2 Stunden plus Trocknungszeit. Baumwolle und andere Naturfasern nehmen Farbe am besten auf.

Dekonstruktivismus: Eigene Stoffe kreieren

Beim Dekonstruktivismus werden mehrere alte Kleidungsstücke komplett zerlegt und zu neuem Stoff zusammengesetzt. Verschiedene Jeanswaschungen oder bunte T-Shirt-Reste ergeben einen individuellen Patchwork-Stoff. Aus diesem Upcycling-Material entstehen dann völlig neue Kleidungsstücke oder Accessoires.

Diese Technik erfordert eine Nähmaschine und mehrere Stunden Zeitaufwand. Der Vorteil: Selbst kleinste Stoffreste finden Verwendung und es entsteht garantiert ein Unikat. Professionelle Refashion-Designer nutzen diese Methode, um aus alter Kleidung komplett neue Kreationen zu erschaffen.

⚠️

Achtung Greenwashing: Nicht jedes „Upcycling“ ist nachhaltig

Manche Marken verkaufen als „Upcycling“ Produkte, für die neue Rohstoffe mit nur minimalen Altstoffanteilen verwendet werden. Echtes Upcycling nutzt vorhandene Materialien vollständig. Bei gekauften „Upcycling“-Produkten lohnt sich ein Blick auf die Materialzusammensetzung: Mindestens 80 % sollten aus recycelten oder wiederverwerteten Stoffen bestehen.

Upcycling Kleidung als Teil des Slow Fashion Lebensstils

Upcycling bildet eine zentrale Säule der Slow Fashion-Bewegung. Der bewusste Umgang mit Kleidung steht im Gegensatz zur Fast Fashion, die auf schnellen Konsum und kurze Nutzungszyklen setzt. Laut einer Greenpeace-Studie (2022) tragen Verbraucher ihre Kleidung heute durchschnittlich nur noch 7-mal, bevor sie aussortiert wird.

Die Kombination aus Upcycling, gezieltem Kauf von nachhaltiger Mode und dem Verlängern der Nutzungsdauer durch Reparaturen reduziert den persönlichen Textil-Fußabdruck erheblich. Wer zusätzlich auf vertrauenswürdige Textilsiegel achtet, trifft fundierte Kaufentscheidungen.

60

Kleidungsstücke/Jahr gekauft

7x

Durchschnittliche Tragehäufigkeit

1 Mio.

Tonnen Altkleider/Jahr in DE

10 %

Anteil an globalen CO2-Emissionen

Übersicht: 8 Upcycling Ideen im Vergleich

Projekt Material Schwierigkeit Zeitaufwand Nähen nötig?
T-Shirt-Tasche T-Shirt ⭐ Anfänger 10-15 Min. ❌ Nein
Jeans-Mäppchen Alte Jeans ⭐⭐ Leicht 45-60 Min. ✅ Ja
Jeans-Rock Alte Jeans ⭐⭐⭐ Mittel 1,5-2 Std. ✅ Nähmaschine
Pullover-Kissen Pullover ⭐⭐ Leicht 30-45 Min. ✅ Ja
T-Shirt-Crop-Top T-Shirt ⭐ Anfänger 5-10 Min. ❌ Nein
Visible Mending Beschädigte Kleidung ⭐⭐ Leicht 15-30 Min. ✅ Handnähen
Blusen-Schal Bluse/Hemd ⭐⭐ Leicht 20-30 Min. ✅ Ja
Kosmetikpads Frottee/Jersey ⭐⭐ Leicht 1 Std. (10 Stk.) ✅ Ja

Fazit: Mit Upcycling Kleidung Ressourcen schonen und Individualität schaffen

Upcycling Kleidung verbindet Kreativität mit aktivem Umweltschutz. Jedes umgewandelte T-Shirt spart 11 kg CO2, jede aufgewertete Jeans vermeidet 33 kg Treibhausgasemissionen. Die 8 vorgestellten DIY-Ideen decken alle Schwierigkeitsgrade ab – vom 10-minütigen Einsteigerprojekt bis zur mehrstündigen Refashion für Fortgeschrittene.

Der Einstieg ins Kleidungs-Upcycling erfordert nur eine Stoffschere und ein ausgedientes T-Shirt. Bereits die erste selbstgemachte Einkaufstasche zeigt, wie aus alt mach neu praktisch funktioniert. Mit wachsender Erfahrung eröffnen sich immer komplexere Techniken – von Visible Mending über Batik bis zum Dekonstruktivismus. Jedes Projekt ist ein Beitrag zur Zero Waste-Lebensweise und ein Schritt weg von der Fast Fashion.

Häufig gestellte Fragen zu Upcycling Kleidung

Was versteht man unter Upcycling Kleidung?
Upcycling Kleidung bezeichnet das kreative Aufwerten alter oder beschädigter Textilien zu neuwertigen Produkten mit höherem Nutzwert. Im Gegensatz zum Recycling, bei dem Materialien zerkleinert werden, behält Upcycling die ursprüngliche Stoffstruktur und verleiht ihr eine neue Funktion oder Ästhetik. Typische Beispiele sind die Verwandlung einer Jeans in eine Tasche oder eines Pullovers in ein Kissen.
Welche Kleidungsstücke eignen sich am besten für Upcycling?
Besonders geeignet sind robuste Materialien wie Jeansstoffe, Baumwoll-T-Shirts, Wollpullover und Hemden aus festem Stoff. Jeans eignen sich aufgrund ihrer Langlebigkeit ideal für Taschen und Accessoires – selbst nach Jahren intensiver Nutzung behält Denim seine Stabilität. T-Shirts aus 100 % Baumwolle lassen sich leicht verarbeiten und eignen sich für Anfänger-Projekte ohne Nähkenntnisse.
Kann man Kleidung auch ohne Nähmaschine upcyceln?
Zahlreiche Upcycling-Projekte funktionieren komplett ohne Nähmaschine. T-Shirt-Taschen entstehen durch einfaches Schneiden und Knoten in nur 10-15 Minuten. Jeans lassen sich mit Textilkleber zu Mäppchen verarbeiten. Auch Techniken wie Batik-Färben, Bleichen oder das Aufbügeln von Patches erfordern keine Nähkenntnisse und liefern trotzdem beeindruckende Ergebnisse.
Wie viel CO2 spart man durch Upcycling von Kleidung?
Die Herstellung eines neuen T-Shirts verursacht laut Umweltbundesamt etwa 11 kg CO2-Äquivalente. Durch Upcycling eines vorhandenen Kleidungsstücks werden diese Emissionen vollständig vermieden. Bei einer Jeans sind es sogar bis zu 33 kg CO2, die eingespart werden können. Zusätzlich spart Upcycling 2.700 Liter Wasser pro T-Shirt und 8.000 Liter pro Jeans.
Welche Werkzeuge braucht man für Upcycling Kleidung?
Die Grundausstattung umfasst eine scharfe Stoffschere (15-25 €), Stecknadeln (3-5 €), Maßband (2-4 €) und Schneiderkreide (2-3 €). Für Nähprojekte werden Nadel und Faden oder eine Nähmaschine benötigt. Optional ergänzen Textilkleber, Bügeleinlagen und Dekoelemente wie Patches oder Perlen das Equipment. Die Grundausstattung kostet einmalig etwa 30-50 €.
Was ist der Unterschied zwischen Upcycling und Refashion?
Refashion beschreibt die Umgestaltung von Kleidung zu einem neuen Kleidungsstück, beispielsweise von einer Hose zum Rock oder von einem Hemd zur Schürze. Upcycling ist der breitere Begriff und schließt auch die Verwandlung in Nicht-Kleidung ein, etwa Taschen, Kissen oder Kosmetikpads aus alten Textilien. Beide Methoden verlängern die Lebensdauer von Kleidung.
Wie lange dauert ein typisches Upcycling-Projekt?
Die Projektdauer variiert stark nach Komplexität. Eine T-Shirt-Tasche ohne Nähen ist in 10-15 Minuten fertig. Ein T-Shirt-Crop-Top entsteht in nur 5-10 Minuten. Ein Jeansrock erfordert etwa 1,5-2 Stunden Arbeitszeit mit Nähmaschine. Aufwendigere Projekte wie Patchwork-Decken aus mehreren Kleidungsstücken oder Batik-Arbeiten können 3-5 Stunden in Anspruch nehmen.

Quellenverzeichnis

Offizielle Quellen und Studien

Europäische Umweltagentur – Textiles in Europe’s Circular Economy (2023)

https://www.eea.europa.eu/publications/textiles-in-europes-circular-economy

Greenpeace – Konsumkollaps durch Fast Fashion (2022)

https://www.greenpeace.de/publikationen/konsumkollaps-durch-fast-fashion

Weiterführende Anleitungen und Inspiration

gokonfetti.com – Upcycling von Kleidung

https://gokonfetti.com/de-de/magazine/upcycling-kleidung/

sewsimple.de – Neues aus alten Jeans nähen

https://sewsimple.de/neues-aus-alten-jeans-naehen/

smarticular.net – Upcycling-Ideen für alte Kleidung

https://www.smarticular.net/upcycling-kleidung-aus-alten-stoffen-neues-naehen/

C&A – T-Shirt & Jeans Upcycling ohne Nähen

https://www.c-and-a.com/de/de/shop/ideen-tshirt-jeans-upcycling

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