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Nachhaltige Mode 2025 – der ultimative Guide

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Nachhaltige Mode Beitragsbild. Frau mit grünen Kleidern zu sehen

Inhaltsverzeichnis

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Die Modeindustrie steht vor einem fundamentalen Wandel. Während Fast Fashion jahrzehntelang die Branche dominierte, rückt nachhaltige Mode immer stärker in den Fokus von Verbrauchern und Unternehmen. Laut aktuellen Studien legen bereits 74 % der Käufer beim Modekauf Wert auf Nachhaltigkeit – Tendenz steigend. Das Jahr 2025 markiert dabei einen Wendepunkt: Umweltbewusste Fair Fashion entwickelt sich vom Nischensegment zum neuen Standard.

Die Auswirkungen der konventionellen Textilindustrie auf die Umwelt sind gravierend: Sie verbraucht jährlich rund 93 Milliarden Kubikmeter Wasser und verursacht etwa 10 % der weltweiten CO₂-Emissionen. Diese alarmierenden Zahlen haben ein Umdenken ausgelöst, das die gesamte Branche transformiert. Von innovativen Materialien wie Bio-Baumwolle und TENCEL bis hin zu zirkulären Geschäftsmodellen entstehen neue Ansätze, die nachhaltige Kleidung und Stil erfolgreich miteinander verbinden. Dieser umfassende Guide zeigt, wie der Umstieg auf Slow Fashion gelingt und welche Trends 2025 die Modewelt prägen.

TL;DR – Das Wichtigste in Kürze

  • Nachhaltige Mode umfasst ökologische Materialien, faire Produktion und transparente Lieferketten
  • Slow Fashion setzt auf Qualität statt Quantität – Kleidung, die lange hält und zeitlos bleibt
  • Wichtige Siegel: GOTS, Fairtrade, Grüner Knopf und OEKO-TEX garantieren Standards
  • 2025 Trends: Kreislaufwirtschaft (45 % Ziel), innovative Materialien, Second-Hand-Boom
  • Höherer Preis = faire Löhne + Langlebigkeit = langfristig besseres Preis-Leistungs-Verhältnis

CO₂-EMISSIONEN DER MODEINDUSTRIE

10 %

der weltweiten Treibhausgasemissionen

Verschiedene nachhaltige Stoffe aus Bio-Baumwolle, Leinen und TENCEL, nebeneinander gefaltet auf hellem Holzuntergrund, minimalistisch arrangiert bei weichem, pastellfarbenem Licht mit natürlichen Farbtönen im Querformat.

Was ist nachhaltige Mode? Definition und Grundlagen

Nachhaltige Mode – auch als Fair Fashion, Eco Fashion oder grüne Mode bezeichnet – umfasst alle Aspekte der Bekleidungsproduktion, die ökologische, soziale und ethische Standards berücksichtigen. Das Konzept geht weit über die reine Materialwahl hinaus und betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Kleidungsstücks: von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis zur Entsorgung oder Wiederverwertung.

📖

Definition: Nachhaltige Mode

Kleidung, die unter umweltfreundlichen Bedingungen aus nachhaltigen Materialien hergestellt wird, faire Arbeitsbedingungen gewährleistet und auf Langlebigkeit sowie Kreislaufwirtschaft ausgelegt ist.

Die drei Säulen nachhaltiger Kleidung bilden das Fundament für verantwortungsvollen Modekonsum. Ökologische Nachhaltigkeit fokussiert sich auf umweltfreundliche Materialien wie Bio-Baumwolle, ressourcenschonende Produktionsprozesse und minimale Umweltauswirkungen. Soziale Nachhaltigkeit garantiert faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und den Verzicht auf Kinderarbeit. Wirtschaftliche Nachhaltigkeit zielt auf langlebige Produkte und transparente Lieferketten ab.

Die wichtigsten Nachhaltigkeitskriterien im Überblick

Bei der Bewertung nachhaltiger Mode spielen mehrere Faktoren eine entscheidende Rolle. Umweltfreundliche Materialien bilden die Basis: Naturfasern aus biologischem Anbau, recycelte Textilien oder innovative Alternativen wie Piñatex reduzieren den ökologischen Fußabdruck erheblich. Die Produktionsbedingungen umfassen sowohl den Energie- und Wasserverbrauch als auch die Verwendung von Chemikalien und den Umgang mit Abwässern.

🌱

Ökologisch

91 %

weniger Wasser bei Bio-Baumwolle

👥

Sozial

Faire Löhne

für alle Beschäftigten

♻️

Kreislauf

45 %

Zirkularität bis 2025 angestrebt

Slow Fashion vs. Fast Fashion: Der entscheidende Unterschied

Der Gegensatz zwischen Slow Fashion und Fast Fashion prägt die aktuelle Modediskussion wie kein anderes Thema. Fast Fashion bezeichnet das Geschäftsmodell großer Modeketten, das auf schnelllebige Trends, günstige Massenproduktion und kurze Lebenszyklen setzt. Alle paar Wochen werden neue Kollektionen auf den Markt gebracht – ein Modell, das auf Überkonsum basiert und massive Umweltschäden verursacht.

Slow Fashion hingegen verkörpert das Gegenkonzept: zeitlose Designs, hochwertige umweltfreundliche Mode und Kleidungsstücke, die für viele Jahre Freude bereiten. Der Fokus liegt auf Qualität statt Quantität. Eine gut verarbeitete Jeans aus Bio-Baumwolle mag zwar mehr kosten, hält aber auch deutlich länger als billige Alternativen und belastet weder Umwelt noch Gewissen.

Slow Fashion Vorteile

  • Langlebige, hochwertige Materialien
  • Faire Arbeitsbedingungen garantiert
  • Zeitlose Designs statt Wegwerftrends
  • Geringerer ökologischer Fußabdruck

⚠️ Fast Fashion Probleme

  • Minderwertige Qualität, kurze Lebensdauer
  • Ausbeutung in Produktionsländern
  • Massive Umweltverschmutzung
  • Fördert Überkonsum und Wegwerfkultur

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In der EU werden jährlich etwa 5,8 Millionen Tonnen Textilien entsorgt. Ein Großteil davon stammt aus Fast Fashion, die oft schon nach wenigen Wäschen ihre Form verliert oder aus der Mode kommt. Nachhaltige Mode hingegen folgt dem Prinzip „Buy less, choose well, make it last“ – weniger kaufen, bewusster wählen, länger nutzen.

Split-Screen-Darstellung eines Kleiderschranks: links ein überfüllter, grauer Fast-Fashion-Kleiderschrank mit chaotisch gestapelter Kleidung, rechts eine aufgeräumte Capsule Wardrobe mit wenigen hochwertigen Kleidungsstücken in ruhigen Pastellfarben, klar getrennt und kontrastreich inszeniert.

Nachhaltige Materialien: Von Bio-Baumwolle bis zu innovativen Textilien

Die Wahl der richtigen Materialien ist entscheidend für nachhaltige Kleidung. Während konventionelle Textilproduktion enorme Mengen an Wasser, Pestiziden und Chemikalien verbraucht, setzen umweltbewusste Alternativen auf ressourcenschonende Prozesse und natürliche Rohstoffe. Die Bandbreite nachhaltiger Textilien hat sich in den letzten Jahren deutlich erweitert – von bewährten Klassikern bis zu revolutionären Innovationen.

Natürliche und biologische Fasern

Bio-Baumwolle steht an der Spitze der nachhaltigen Materialien. Im Vergleich zu konventioneller Baumwolle spart sie bis zu 91 % Wasser und verzichtet vollständig auf synthetische Pestizide und Düngemittel. Die Bauern erhalten faire Preise, und die Böden bleiben langfristig fruchtbar. Kleidung aus Bio-Baumwolle trägt sich angenehm auf der Haut und eignet sich besonders für Menschen mit Allergien.

TENCEL™ (Lyocell) wird aus dem Holz von Eukalyptusbäumen gewonnen und in einem geschlossenen Kreislauf produziert, bei dem über 99 % der verwendeten Lösungsmittel recycelt werden. Das Material ist besonders weich, atmungsaktiv und biologisch abbaubar. Ähnlich verhält es sich mit Leinen und Hanf – beide Pflanzen benötigen wenig Wasser, keine Pestizide und wachsen selbst auf kargen Böden.

Material Wasserverbrauch CO₂-Bilanz Biologisch abbaubar
Bio-Baumwolle Niedrig (-91 %) Gering ✅ Ja
TENCEL/Lyocell Sehr niedrig Sehr gering ✅ Ja
Leinen Sehr niedrig Sehr gering ✅ Ja
Hanf Minimal CO₂-negativ ✅ Ja
Recyceltes Polyester Niedrig Reduziert (-75 %) ❌ Nein
Konv. Baumwolle Sehr hoch Hoch ✅ Ja

Innovative Materialien für nachhaltige Mode 2025

Die Textilindustrie erlebt eine Revolution durch bahnbrechende Materialinnovationen. Piñatex – eine vegane Lederalternative aus Ananasfasern – nutzt Abfallprodukte der Ananasernte und bietet eine tierfreundliche Option für Schuhe und Accessoires. Algenstoffe gehen noch einen Schritt weiter: Sie binden während des Wachstums CO₂ und können sogar pflegende Eigenschaften für die Haut haben.

Pilzmyzel (Mylo™) ermöglicht die Herstellung von lederähnlichen Materialien aus den Wurzelfäden von Pilzen – in nur wenigen Wochen statt Jahren. Marken wie Stella McCartney und Adidas experimentieren bereits mit diesem vielversprechenden Material. Auch recycelte Materialien gewinnen an Bedeutung: Aus alten Plastikflaschen, Fischernetzen oder Textilabfällen entstehen hochwertige neue Stoffe, die den Kreislauf schließen.

🔬 Innovative Materialien 2025

🍍

Piñatex

Vegan

Leder aus Ananasfasern

🍄

Pilzmyzel

Innovation

Lederalternative in Wochen

🌊

Algenstoffe

CO₂-bindend

Pflegende Eigenschaften

♻️

Recycling

Kreislauf

Aus PET & Fischernetzen

Textilsiegel und Zertifizierungen für nachhaltige Kleidung

Im Dschungel der Nachhaltigkeitslabels den Überblick zu behalten, ist eine Herausforderung. Doch bestimmte Textilsiegel haben sich als verlässliche Orientierungshilfe etabliert. Sie garantieren unabhängig geprüfte Standards für ökologische und soziale Kriterien entlang der gesamten Lieferkette. Bei der Suche nach Fair Fashion und Eco Fashion sollten diese Zertifizierungen besondere Beachtung finden.

Siegel Fokus Prüfbereich Strenge
GOTS Ökologie + Soziales Gesamte Lieferkette ⭐⭐⭐⭐⭐
Fairtrade Faire Löhne Rohstoffproduktion ⭐⭐⭐⭐
Grüner Knopf Ökologie + Soziales Konfektionierung ⭐⭐⭐⭐
OEKO-TEX 100 Schadstofffreiheit Endprodukt ⭐⭐⭐
Bluesign Umwelt + Chemikalien Produktion ⭐⭐⭐⭐
Cradle to Cradle Kreislaufwirtschaft Design bis Recycling ⭐⭐⭐⭐⭐

Der GOTS (Global Organic Textile Standard) gilt als Gold-Standard unter den Textilsiegeln. Er garantiert mindestens 70 % Bio-Fasern, strenge Grenzwerte für Chemikalien und faire Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette. Das Fairtrade-Siegel konzentriert sich besonders auf faire Preise und Löhne für Produzenten in Entwicklungsländern. Der deutsche Grüne Knopf ist ein staatliches Siegel, das seit 2019 sowohl ökologische als auch soziale Mindeststandards prüft.

⚠️

Vorsicht vor Greenwashing!

Nicht jedes „grün“ klingende Label hält, was es verspricht. Greenwashing erkennen: Vage Aussagen wie „umweltfreundlich“ ohne konkrete Belege, fehlende unabhängige Zertifizierungen und intransparente Lieferketten sind Warnsignale. Seriöse nachhaltige Mode Marken kommunizieren offen über ihre Produktionsprozesse.

Kreislaufwirtschaft: Die Zukunft nachhaltiger Mode

Die Kreislaufwirtschaft – auch Circular Economy genannt – revolutioniert das traditionelle lineare Modell der Modeindustrie. Statt „nehmen, herstellen, wegwerfen“ steht nun „wiederverwenden, recyceln, regenerieren“ im Mittelpunkt. Bis 2025 sollen Modeunternehmen laut Global Fashion Agenda eine Kreislaufwirtschaft von 45 % erreichen. Nach Schätzungen der Ellen MacArthur Foundation könnten die wirtschaftlichen Chancen durch zirkuläre Mode bis 2030 sogar 560 Milliarden US-Dollar erreichen.

Führende Marken haben bereits Rücknahmeprogramme etabliert: Zara, H&M und andere ermöglichen es Kunden, alte Kleidung zurückzugeben. Diese wird dann recycelt oder weiterverkauft. Auch Upcycling gewinnt an Bedeutung – aus alten Kleidungsstücken entstehen durch kreative Umgestaltung neue, einzigartige Teile. Designer verwandeln Abfälle in hochwertige Eco Fashion und beweisen, dass Nachhaltigkeit und Ästhetik perfekt harmonieren.

♻️ Kreislaufwirtschaft in der Modeindustrie

📦 Rücknahmeprogramme etabliert
75 %
♻️ Recycelte Materialien genutzt
58 %
🎯 Zirkularitätsziel 2025
45 %
🌍 Vollständige Kreislauffähigkeit
12 %

Nachhaltige Mode Marken: Empfehlungen für 2025

Die Auswahl an nachhaltigen Mode Marken wächst stetig. Von internationalen Pionieren bis zu aufstrebenden deutschen Labels bietet der Markt mittlerweile für jeden Stil und jedes Budget passende Optionen. Diese Marken verbinden hohe ökologische und soziale Standards mit zeitlosem Design und beweisen, dass Fair Fashion längst kein Kompromiss mehr ist.

Stella McCartney gilt als Vorreiterin der nachhaltigen Luxusmode und verzichtet seit Gründung auf Leder und Pelz. Patagonia setzt seit Jahrzehnten Maßstäbe für umweltfreundliche Outdoor-Kleidung und spendet einen Teil der Gewinne für Umweltprojekte. Das deutsche Label ArmedAngels aus Köln hat sich mit fair produzierter Casual-Mode einen Namen gemacht, während Veja mit seinen nachhaltigen Sneakern einen regelrechten Hype ausgelöst hat – die Suchanfragen nach der Marke stiegen um 115 %.

Für bezahlbare nachhaltige Kleidung empfehlen sich MELAWEAR (GOTS, Fairtrade und Grüner Knopf zertifiziert), recolution aus Hamburg und NIKIN aus der Schweiz, das für jedes verkaufte Produkt einen Baum pflanzt. Auch große Marken wie H&M Conscious oder Zara Join Life bieten nachhaltigere Linien an – hier lohnt sich jedoch ein kritischer Blick auf die tatsächlichen Standards.

💡

Tipp: Capsule Wardrobe aufbauen

Die Slow Fashion Philosophie empfiehlt eine Capsule Wardrobe: 30–40 gut kombinierbare, hochwertige Teile pro Saison. Statt ständig neuen Trends zu folgen, investiert man in zeitlose Basics aus nachhaltigen Materialien. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Ressourcen – und der Kleiderschrank bleibt übersichtlich.

Praktische Tipps für nachhaltigen Modekonsum

Der Umstieg auf nachhaltige Mode muss nicht kompliziert sein. Mit einigen einfachen Prinzipien lässt sich der persönliche ökologische Fußabdruck beim Kleidungskauf erheblich reduzieren. Der wichtigste Grundsatz: Die nachhaltigste Kleidung ist die, die bereits im Schrank hängt. Kleidung möglichst lange zu tragen, ist der beste Umweltschutz – noch vor dem Kauf nachhaltiger Neuware.

🌱 10 Tipps für nachhaltige Mode

1️⃣

Kleiderschrank-Inventur machen

Vorhandene Teile bewusst nutzen, bevor Neues gekauft wird. Oft entdeckt man vergessene Schätze.

2️⃣

Qualität vor Quantität wählen

Lieber wenige hochwertige Teile aus Bio-Baumwolle oder TENCEL als viele billige Alternativen.

3️⃣

Auf Siegel achten

GOTS, Fairtrade und Grüner Knopf garantieren verlässliche Standards für nachhaltige Kleidung.

4️⃣

Second-Hand in Betracht ziehen

Gebrauchte Mode ist die nachhaltigste Option – keine neuen Ressourcen, verlängerte Lebensdauer.

5️⃣

Reparieren statt wegwerfen

Kleine Reparaturen lohnen sich und verlängern die Lebensdauer von Lieblingsstücken erheblich.

Second-Hand und Vintage: Die nachhaltigste Alternative

Second-Hand Mode ist grundsätzlich nachhaltiger als Neuware, da sie die Lebensdauer von Kleidung verlängert und keine neuen Ressourcen verbraucht. Der Trend zum „Pre-Loved“ Fashion boomt: Plattformen wie Vinted, Momox Fashion und Rebelle verzeichnen Rekordumsätze. Auch Marken wie COS, H&M und Zalando bieten mittlerweile eigene Second-Hand-Bereiche an.

Vintage-Mode – also Kleidung aus vergangenen Jahrzehnten – bietet zusätzlich den Vorteil einzigartiger Stücke, die aus der Masse herausstechen. Ein zeitloser Blazer aus den 70er Jahren oder ein hochwertiger Kaschmirpullover aus den 90ern kann moderner wirken als aktuelle Massenware. Bei der Qualitätsprüfung von Second-Hand-Kleidung sollte man auf Material, Verarbeitung und Zustand achten – wie bei Neuware gilt: lieber wenige gute Stücke als viele mittelmäßige.

Nachhaltige Mode und Kosten: Ist Fair Fashion zu teuer?

Ein häufiges Argument gegen nachhaltige Kleidung sind die höheren Preise im Vergleich zu Fast Fashion. Tatsächlich ist Fair Fashion in der Anschaffung oft teurer – doch diese Sichtweise greift zu kurz. Der höhere Preis spiegelt faire Löhne für alle Beteiligten, umweltfreundliche Produktionsprozesse und hochwertige Materialien wider. Fast Fashion ist nicht „günstig“, sondern externalisiert die wahren Kosten auf Umwelt und Arbeitende in Produktionsländern.

💶 Kosten pro Tragen: Der wahre Vergleich

Fast Fashion T-Shirt

9,99 €

~15× getragen = 0,67 €/Tragen

Bio-Baumwolle T-Shirt

39,90 €

~100× getragen = 0,40 €/Tragen

💰 Ersparnis: 40 % geringere Kosten pro Tragen bei nachhaltiger Mode

Die Rechnung „Kosten pro Tragen“ zeigt: Langlebige Kleidung aus hochwertigen Materialien amortisiert sich über die Zeit. Ein Bio-Baumwoll-T-Shirt für 40 Euro, das 100-mal getragen werden kann, kostet pro Tragen nur 0,40 Euro – deutlich weniger als ein Fast-Fashion-Shirt für 10 Euro, das nach 15 Waschgängen ausleiert. Zudem unterstützt man mit dem Kauf von Fair Fashion faire Arbeitsbedingungen und Umweltschutz.

Trends nachhaltiger Mode 2025

Das Jahr 2025 bringt spannende Entwicklungen für nachhaltige Mode. Die wichtigsten Trends im Überblick zeigen, wohin die Reise geht – von Farbpaletten über Materialien bis zu neuen Konsummodellen. Nachhaltigkeit und Stil gehen dabei Hand in Hand wie nie zuvor.

🚀 Nachhaltige Mode Trends 2025

Farben 2025

Naturinspirierte Farbtöne

Beige, Sand, Terrakotta, Olive sowie sanfte Pastellfarben wie Salbeigrün und Flieder dominieren.

Materialien

Innovative Stoffe im Mainstream

Pilzmyzel, Algenstoffe und recycelte Textilien etablieren sich bei führenden Marken.

Konsum

Second-Hand wird Mainstream

Pre-Loved Fashion verliert das Stigma – große Marken integrieren Resale-Plattformen.

Regulierung

EU Green Deal wirkt

Strengere Vorschriften für Transparenz und Nachhaltigkeit treten in Kraft.

Besonders Gen Z und Millennials treiben den Wandel voran: Laut einer Studie von Deloitte sind 57 % bereit, ihre Kaufgewohnheiten zu ändern, um negative Umweltauswirkungen zu reduzieren. Nachhaltigkeit wird zum Statussymbol – nicht über Preis oder Logo, sondern über Haltung. Die Nachfrage nach transparenten Lieferketten steigt, und Marken, die Greenwashing betreiben, werden schnell entlarvt. Die Zukunft gehört der nachhaltigen Mode.

Fazit: Nachhaltige Mode als neuer Standard

Nachhaltige Mode hat sich 2025 von einem Nischentrend zu einer gesellschaftlichen Bewegung entwickelt. Die Transformation der Modeindustrie ist in vollem Gange: Von innovativen Materialien über Kreislaufwirtschaft bis hin zu transparenten Lieferketten entstehen neue Standards, die Slow Fashion zum Mainstream machen. Die gute Nachricht: Jeder Einzelne kann mit bewussten Kaufentscheidungen einen Beitrag leisten.

Der Umstieg auf nachhaltige Kleidung beginnt mit kleinen Schritten: Vorhandenes länger tragen, bei Neuanschaffungen auf Qualität und Siegel achten, Second-Hand in Betracht ziehen und reparieren statt wegwerfen. Die höheren Anschaffungskosten relativieren sich durch längere Lebensdauer und das gute Gewissen, Umwelt und Menschen nicht auszubeuten. Die Zukunft der Mode ist nachhaltig, transparent und bewusst – und sie beginnt im eigenen Kleiderschrank.

Häufig gestellte Fragen

Was ist nachhaltige Mode?
Nachhaltige Mode bezeichnet Kleidung, die unter umweltfreundlichen und sozial verantwortlichen Bedingungen hergestellt wird. Sie berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus eines Kleidungsstücks – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis zur Entsorgung. Ökologische Materialien wie Bio-Baumwolle, faire Arbeitsbedingungen und Langlebigkeit sind zentrale Kriterien.
Ist nachhaltige Mode teurer als Fast Fashion?
Nachhaltige Mode ist in der Anschaffung oft teurer, bietet aber durch höhere Qualität und Langlebigkeit ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Der höhere Preis spiegelt faire Löhne, umweltfreundliche Materialien und ethische Produktionsprozesse wider. Berechnet man die Kosten pro Tragen, ist Fair Fashion häufig günstiger als kurzlebige Fast Fashion.
Welche Siegel kennzeichnen nachhaltige Kleidung?
Die wichtigsten Siegel sind GOTS (Global Organic Textile Standard), Fairtrade, OEKO-TEX Standard 100, Bluesign, der Grüne Knopf und Cradle to Cradle. Diese Zertifizierungen garantieren ökologische und soziale Standards entlang der gesamten Lieferkette. GOTS gilt dabei als strengstes und umfassendstes Siegel.
Was ist der Unterschied zwischen Slow Fashion und Fast Fashion?
Fast Fashion setzt auf schnelllebige Trends und billige Massenproduktion mit kurzen Lebenszyklen. Slow Fashion hingegen fokussiert sich auf zeitlose Designs, hochwertige Materialien und langlebige Kleidungsstücke – Qualität statt Quantität. Slow Fashion fördert bewussten Konsum und minimiert Umweltauswirkungen.
Welche Materialien gelten als nachhaltig?
Zu den nachhaltigen Materialien zählen Bio-Baumwolle, TENCEL/Lyocell, Leinen, Hanf, recyceltes Polyester und innovative Materialien wie Piñatex (Ananasleder) oder Algenstoffe. Entscheidend sind Anbau ohne Pestizide, ressourcenschonende Verarbeitung und kurze Transportwege. Naturfasern aus biologischem Anbau sind besonders empfehlenswert.
Wie erkenne ich Greenwashing bei Modemarken?
Warnsignale für Greenwashing sind vage Aussagen wie „umweltfreundlich“ ohne konkrete Belege, fehlende unabhängige Zertifizierungen, intransparente Lieferketten und übertriebene Marketing-Claims. Seriöse nachhaltige Marken kommunizieren offen über ihre Produktionsprozesse, nennen Lieferanten und können Nachweise für ihre Behauptungen liefern.
Ist Second-Hand Mode nachhaltiger als Neuware?
Ja, Second-Hand Mode ist grundsätzlich nachhaltiger, da sie die Lebensdauer von Kleidung verlängert und keine neuen Ressourcen verbraucht. Sie ist eine der effektivsten Methoden, den ökologischen Fußabdruck beim Kleidungskauf zu reduzieren. Plattformen wie Vinted, Momox Fashion oder Rebelle machen den Kauf gebrauchter Mode einfach.

Quellenverzeichnis

Studien und Berichte

Global Fashion Agenda – Pulse of the Fashion Industry

https://globalfashionagenda.org/

Ellen MacArthur Foundation – Circular Economy in Fashion

https://ellenmacarthurfoundation.org/

McKinsey & Company – State of Fashion Report 2025

https://www.mckinsey.com/industries/retail/our-insights/state-of-fashion

Zertifizierungen und Standards

GOTS – Global Organic Textile Standard

https://global-standard.org/

Grüner Knopf – Staatliches Textilsiegel

https://www.gruener-knopf.de/

Umwelt und Nachhaltigkeit

WWF – Nachhaltige Mode

https://www.wwf.de/

Umweltbundesamt – Textilien und Umwelt

https://www.umweltbundesamt.de/

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